Wie man Maschen für den Spickel aufnimmt

Hilke Anleitungen, Stricken

Als ich anfing Socken zu stricken war eine der größten Herausforderungen die Maschen für die Ferse aufzunehmen. Egal wie vorsichtig ich auch war, ich hatte immer mindestens ein Loch in meiner Socke. Seitdem habe ich einige verschiedene Techniken ausprobiert um Maschen aufzunehmen, und einige davon will ich euch heute vorstellen.

Das erste was du tun kannst um Löcher zu verhindern, ist die Art wie du den Fersensteg strickst zu ändern.

Anstatt die ganze Rückreihe des Fersenstegs links zu stricken, stricke die ersten und letzten beiden Maschen jeder Reihe rechts ab. Dadurch entstehen kleine Knoten entlang der beiden Seiten des Fersenstegs, die dir dann helfen werden die Maschen für die Ferse gleichmäßig aufzunehmen.


So sieht die Seite des Fersenstegs aus. Du kannst die Masche jeweils zwischen zwei Knoten oder direkt in einem Knoten aufnehmen.


Falls du die Masche direkt im Knoten aufnehmen möchtest, stichst du als erstes mit der Nadel in den Knoten ein…


und ziehst den Faden durch den Knoten. Mit dieser Methode ist die Gefahr, dass du Löcher oder Lücke bekommst am geringsten, da die Knoten sehr fest sind und wenig „ausleihern“.


Die Maschen ZWISCHEN den Knoten aufzunehmen ist etwas einfacher. Achte hierbei darauf mit der Nadel unter mindestens zwei Fäden einzustechen, da ein einzelner Faden ziemlich groß gezogen werden kann und somit mit großer Wahrscheinlichkeit ein Loch hinterlassen wird.


Die Stelle zwischen der Ferse und der Oberseite des Fußes ist, wo die meisten Stricker(innen) mit Löchern oder Lücken zu kämpfen haben.

1. Methode


Die erste Technik ist ziemlich einfach. Stich mit der Nadel einfach irgendwo in die Ecke ein und ziehe den Faden durch.


Achte auch hier darauf unter mindestens zwei Fäden einzustechen.


Für mich persönlich ist das eine ziemlich unzuverlässige Technik, da ich in der Vergangenheit danach häufig Löcher in der Socke hatte.

2. Methode


Alternativ kannst du mit der linken Nadel von vorne nach hinten einstechen…


und diese Masche dann rechts verschränkt stricken.


Das Endergebnis sieht wirklich gut aus!

3. Methode


Du kannst auch mit der Nadel von hinten nach vorne einstechen…


und die Masche rechts verdreht stricken.


Wie du siehst hinterlässt diese Methode kein Loch, allerdings ist die Masche verdreht. Dadurch wird sie nicht 100 % zum Rest der Socke passen, allerdings habe ich lieber eine verdrehte Masche als ein Loch in meiner Socke, deshalb greife ich ab und zu auf diese Methode zurück.

4. Methode


Dies ist meine Lieblingstechnik. Stich mit der Nadel in das linke Maschenglied der rechten Masche unter dem Querfaden ein.


Stich dann in das rechte Maschenglied der linken Masche unter dem Querfaden ein.


Lass beide Maschenglieder auf die linke Nadel gleiten.


Stricke dann beide Maschenglieder rechts zusammen.


Diese Methode benutze ich am liebsten, solange sie nicht total total aus dem Design meiner Socke hervorsticht. Bisher hat sie immer zuverlässig funktioniert, außerdem mag ich wie die Masche am Ende aussieht.


So sieht die Seite meines Fersenstegs aus, nachdem ich alle Maschen aufgenommen habe.

Ich hoffe dir hat dieser Blogpost gefallen, falls du deine Maschen auf eine andere Art aufnimmst, lass es mich wissen! 🙂

Bis bald ♥